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Der Branderschrofen nahe Füssen

Der Branderschrofen
Der Branderschrofen

Der 1880 Meter hohe Branderschrofen befindet sich, unweit von Füssen, bei Schwangau in den Ammergauer Alpen. Er ist der eigentliche Gipfel des bekannten und beliebten Tegelbergs, denn dieser ist strenggenommen nur eine Bergschulter. Bei einem Aufstieg auf den Branderschrofen erwartet einen eine phänomenale Aussicht auf den Allgäuer Königswinkel.

Der markante Tegelberg bei Schwangau, nahe Füssen, ist das ganze Jahr über ein beliebtes Ausflugsziel, das zahlreiche Freizeitaktivitäten ermöglicht. Er ist ein mächtiger Bergrücken mit vielen Zacken und Zinnen, die jeweils einen eigenen Namen haben. So auch der Branderschrofen, der eigentliche Gipfel des Tegelbergs. Auf den Branderschrofen gelangt man von der Bergstation der Tegelbergbahn aus. Diese Seilbahn chauffiert stündlich hunderte Menschen auf eine Höhe von 1720 Metern am Tegelberg. Unweit der Bergstation steht das Tegelberghaus, das früher das königlich-bayerische Jagdhaus von Maximilian II. war. Direkt daneben befindet sich eine Panoramagaststätte, die ihre Gäste mit allerlei Allgäuer Köstlichkeiten verwöhnt und ihnen traumhafte Ausblicke über die umliegende Bergwelt ermöglicht. Statt mit der Tegelbergbahn gelangt man auch über verschiedene, landschaftlich höchst reizvolle Aufstiege auf den Berg, zum Beispiel von Hohenschwangau aus über die Pöllatschlucht, über den Klettersteig „Gelbe Wand“ oder von der Talstation über den Kulturpfad Schutzengelweg und die Rohrkopfhütte. Auf vielen dieser Routen wandelt man auf königlichen Spuren, denn einst waren der beliebte bayerische König Ludwig II. und seine Familie hier am Tegelberg oft zu Fuß unterwegs, um Ausflüge in die schöne Allgäuer Natur zu unternehmen. Von der Bergstation am Tegelberg aus, erreicht man den Branderschrofen in etwa 45 Minuten. Nachfolgend stellen wir ihnen eine beliebte Route für eine Bergtour auf den Branderschrofen genauer vor.

Wer den Branderschrofen erklimmen möchte, kann sich natürlich zunächst bequem von der Tegelbergbahn zur Bergstation bringen lassen und von dort zum Aufstieg auf den Branderschrofen aufbrechen. Sportlich ambitionierter ist es aber, eine solche Bergtour an der Talstation des Tegelbergs zu beginnen. Die beliebteste Route zum Branderschrofen verläuft von dort aus über den Familienklettersteig „Gelbe Wand“. An der Talstation gibt es ein Schulungs- und Informationsgebäude des Bergsportzentrums Tegelberg, in dem man eine Einführung in das Klettersteiggehen und die notwendige Ausrüstung erhalten kann. Anschließend wandert man etwa 45 Minuten lang zu besagtem Familienklettersteig, der sich zwischen dem sogenannten Torkopf und dem Gelber Wandschrofen befindet. Der mit Drahtseilen gesicherte Steig eignet sich für Anfänger und lässt sich von geübten Bergwanderern, die über Schwindelfreiheit und Trittsicherheit verfügen, auch ohne Klettersteigausrüstung begehen. Auf dem Klettersteig erwarten einen Hauch Nervenkitzel und wunderschöne Tiefblicke auf den Bannwald- und den Forggensee, den größten See des Allgäus. Nach etwa einer Stunde hat man den Klettersteig hinter sich gelassen und gelangt auf einem Wanderweg zur Bergstation der Tegelbergbahn. Wer möchte, kann sich nun im Tegelberghaus mit einem erfrischenden Getränk und einer leckeren Hüttenmahlzeit stärken, bevor es weitergeht. Alternativ hebt man sich eine solche gemütliche Einkehr für den Rückweg auf. Auf einem breiten Weg geht es in etwa einer halben Stunde weiter bis zur Branderschrofenschulter, von der aus sich bereits traumhafte Ausblicke auf den Allgäuer Königswinkel genießen lassen. Der weitere Anstieg bis zum Gipfel des Branderschrofens ist dann wieder etwas anspruchsvoller und im letzten Teilabschnitten mit Drahtseilen gesichert. Am Gipfelkreuz angekommen bietet sich einem eine phänomenale Panoramaaussicht auf die Berge und Seen der Region, die Stadt Füssen und die beiden weltbekannten Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Nachdem man diesen Traumausblick hinlänglich genossen hat, erfolgt der Abstieg, der zunächst auf derselben Route verläuft. Statt über den Klettersteig, geht man nun jedoch über einen Wanderweg in Richtung Marienbrücke. Durch einen malerischen Wald, entlang von Bergwiesen, kommt man den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau immer näher. Nachdem man die Marienbrücke überquert hat, kann man die Traumschlösser nun natürlich auch besichtigen. Sie stehen Besuchern täglich offen und eine geführte Besichtigung dauert etwa eine halbe Stunde. Insbesondere Schloss Neuschwanstein ist ein Bauwerk von unvergleichlicher Schönheit, das man bei einem Aufenthalt im Allgäu unbedingt gesehen haben muss. Das Prachtschloss von Ludwig II. erinnert von außen an eine imposante Mittelalterburg und ist innen drin mit viel Gold und Kunstschätzen eingerichtet. Auch das romantische Wohnschloss Hohenschwangau, in dem König Ludwig weite Teile seiner Kindheit und Jugend verbrachte, ist höchst sehenswert. Durch die wunderschöne Pöllatschlucht, die einige tolle Naturimpressionen bereithält, gelangt man auf dieser Bergtour zurück zum Ausgangspunkt an der Talstation der Tegelbergbahn. Insgesamt, also hin und zurück, benötigt man für diese Tour auf den Branderschrofen etwa 6 Stunden.

Der Aufstieg auf den Tegelberg und anschließend auf den Branderschrofen belohnt einen mit unvergesslichen Natureindrücken und atemberaubenden Ausblicken über den Allgäuer Königswinkel. Wer Bergwandern mag, sollte sich eine Tour auf den Branderschrofen nicht entgehen lassen.

Berge rund um Füssen im Allgäu

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