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Die Geschichte der Stadt Füssen

Stadt Füssen
Stadt Füssen

Schon seit 700 Jahren besteht die Stadt Füssen und kann dem Besucher eine bewegte Geschichte erzählen, die bereits in der Zeit der alten Römer ihren Anfang nahm. Füssen liegt im Allgäu und die Lech fließt durch die Stadt. Übrigens liegt Füssen in 808 Metern Höhe und ist somit der höchste Ort im Freistaat Bayern.

Mit dem Bau der Via Claudia Augusta gelangten die Römer auch in diese Region des Allgäus. Man konnte sogar ein römisches Kastell aus dem fünften Jahrhundert ans Tageslicht bringen. Aller Wahrscheinlichkeit nach aber gab es schon im Jahre 260 ein römisches Lager der Legionen an diesem Ort mit Namen "Foetibus". In Kombination mit dem germanischen "Fot", was "Fuß" bedeutete, entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte der Stadtname "Füssen".

Um den christlichen Glauben auch an diesen Ort zu bringen, wurde der Wandermönch Magnus als Missionar in die Gegend geschickt, der dort eine Zelle einrichtete. Ihm folgten weitere Mönche, woraufhin das Benediktinerkloster St. Mang erbaut wurde. Nach seinem Tode wurde der Mönch Magnus sogar heiliggesprochen.

Am Fluss Lech hatten sich in dieser Zeit Menschen angesiedelt und im 13. Jahrhundert ist aus dem kleinen Ort eine recht große Stadt geworden, die auch für den überregionalen Handel sehr bedeutend war. In einer Urkunde aus dem Jahre 1295 wurde Füssen als Stadt erwähnt, allerdings konnte man die Verleihung der Stadtrechte nicht nachweisen.

Das Hohe Schloss, vorher eine spätgotische Burg, wurde am Ende des 15. Jahrhunderts von den Augsburger Fürstbischöfen errichtet, die auch über die Stadt regierten. Die geistlichen Herren nutzten das Schloss vorwiegend als Sommerresidenz. In dieser Zeit erreichte Füssen seine Blütezeit und sogar der Kaiser Maximilian I. erstattete der Stadt mit seinem Hofstaat regelmäßig Besuch. Er hatte dort dann auch zeitweise seinen Regierungssitz. Das hatte zur Folge, dass die Wirtschaft einen immensen Aufschwung erlebte, denn der Hofstaat des Kaisers zog viele bedeutende Persönlichkeiten an. So waren Adelsleute, hohe Geistliche, Ritter und Ratsherren zu Gast, um dem Kaiser zu huldigen. Es wurden große Feierlichkeiten in Form von Spielen, Gelagen, Umzügen und Ritterturnieren  veranstaltet. Allerdings wurde die Entwicklung durch den 30-jährigen Krieg enorm gebremst.

Aber auch für die Musikgeschichte dürfte Füssen eine große Bedeutung haben, denn dort wurde im Jahre 1562 die erste Zunft der Lautenbauer gegründet.

Als die "Mechanische Seilerwarenfabrik" erbaut wurde, gab es wieder neuen Aufschwung und als dann noch die prächtigen Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau von Ludwig II. bzw. Maximilian II. erbaut wurden, weckte die Stadt Füssen auch das Interesse der Reisenden.

Und so ist es auch heute noch, denn es finden immer wieder Feste zu Ehren des Kaisers statt und die Menschen verkleiden sich als Ritter, Gaukler oder verwandeln sich in andere Figuren aus der mittelalterlichen Zeit. Touristen kommen in Scharen zu diesen Festspielen, um kühne Rittern bei ihrem Kampf mit Schwert und Axt zu bewundern, Gaukler ihre Späße machen und Feuerspucker die Gäste mit ihren Künsten zum Staunen bringen. Werkstätten offenbaren längst vergessenes Handwerk und bieten Schmuck oder andere Dinge feil. An diesen Tagen ist es, als hätte man die Zeit zurückgedreht.

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