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Ein hervorragendes Ziel

Der Weissensee
Der Weissensee

Der westlich von Füssen gelegene Weißensee ist ein hervorragendes Ziel für eine gemütliche Winterwanderung, die schöne Naturimpressionen und traumhafte Ausblicke auf die verschneiten Berge bereithält. Die etwa 6 Kilometer lange Tour hat einen einfachen Anspruch und ist daher auch für Familien mit Kindern und rüstige Senioren bestens geeignet.

Der idyllische Weißensee, der im ländlich geprägten gleichnamigen Füssener Ortsteil liegt, ist das ganze Jahr über ein beliebtes Ausflugsziel. Im Sommer wird er intensiv als Badesee genutzt, lädt zu gemütlichen Spaziergängen am Ufer ein und steht bei Anglern hoch im Kurs, denen er einen reichhaltigen Fischbestand bietet. In den kalten Monaten drehen Schlittschuhläufer auf dem zugefrorenen Weißensee ihre Runden vor dem traumhaften Bergpanorama. Sehr schöne Eindrücke und viel Spaß verspricht nun auch eine gemütliche Winterwanderung um den See herum, die etwa anderthalb Stunden dauert und sich für jedermann mit etwas Kondition eignet. Die etwa sechs Kilometer lange Tour verläuft auf ausgeschilderten Wegen direkt in Ufernähe. Am Nordufer werden die Wege geräumt und gesplittet, am Südufer dagegen sind sie naturbelassen. Als Ausrüstung für die Wanderung werden feste Schuhe und winterfeste Kleidung empfohlen. Wanderstöcke sind ebenfalls sinnvoll. Start- und Zielpunkt ist das Freibad am Weißensee, bei dem genügend Parkmöglichkeiten vorhanden sind. Die Anfahrt erfolgt von Füssen auf auf der B310.

Beim Parkplatz begeben sich die Ausflügler auf den Rundweg am Ufer des Weißensees, dem sie nun im Uhrzeigersinn folgen. Von Anfang an begeistert die Tour mit tollen Ausblicken über das glitzernde Eis des Sees auf die Tiroler und Allgäuer Berge, die jetzt im Winter von einer weißen Pracht bedeckt sind. Nach etwa einem Kilometer gelangen die Wanderer zur sehenswerten Pfarrkirche St. Walburga, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Bei einem Blick in das Gotteshaus lässt sich unter anderem der kunstvolle Hochaltar bestaunen, den Dominikus Zimmermann, der Baumeister der berühmten Wieskirche, erschaffen hat. Im oberen Teil des Altars befindet sich ein Bild, das die Muttergottes beim Stillen des Jesuskindes zeigt. Unterhalb der Kirche liegt ein Ruhegarten mit einem Klimapavillon und mehreren Bänken.

Über verschneite Wiesen führt die Tour dann ans Südufer in einen stillen Bergwald. Hier können sich Groß und Klein auf jede Menge abwechslungsreiche Eindrücke freuen. Die Wanderer kommen an riesigen Felswänden und einem gefrorenen Wasserfall vorbei, und überqueren den sechzig Meter langen Hugo-Ludwig-Steg, der in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts angelegt wurde. Außerdem durchschreiten sie das sogenannte „Törle“, ein natürliches Felsentor, das ein tolles Fotomotiv abgibt. Mit etwas Glück lassen sich auch die Bewohner des Waldes, wie zum Beispiel Rehe und Hirsche, entdecken. Der schmale naturbelassene Pfad am Südufer kann teilweise rutschig sein. Etwas Trittsicherheit ist hier vonnöten. An einigen Stellen wurde der Weg gesichert.

Haben die Wanderfreunde den Bergwald hinter sich gelassen, nähern sie sich langsam wieder dem Ausgangspunkt. Unterwegs kommen sie dabei an Bauernhöfen und Weilern vorbei, in denen das Leben stillzustehen scheint. Die Allgäuer Winterlandschaft zeigt rund um den Weißensee ihren zauberhaften Charme und macht die Tour zu einem echten Genuss. In Weißensee können sich die Wanderer dann in einem Café oder Restaurant erst mal aufwärmen und sich mit wohlverdienten Leckereien stärken. So endet ein erlebnisreicher Ausflug an den winterlichen Weißensee, bei dem man die schönen Seiten der kalten Jahreszeit so richtig auskosten kann.

 

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