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„Gipfel-Wanderung Hochplatte“

Alpenblumen
Alpenblumen

Die 11,1 km lange „Gipfel-Wanderung Hochplatte“ führt von einem der schönsten Plätze in den Voralpen, am „Allgäuer Matterhorn“ entlang auf den 2082 Meter hohen Hochplatten-Gipfel. Die Bergtour verspricht über weite Teile pures Genusswandern inmitten einer Traumlandschaft, lediglich ein paar steile und felsige Passagen erfordern Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Die Ammergauer Hochplatte ist ein markanter Berg, der seine Nachbargipfel deutlich überragt und traumhafte Ausblicke über das weite Voralpenland ermöglicht. Wie ein Bollwerk ragt er über dem Wankerfleck, einem der schönsten Plätze in den Voralpen, in den Himmel empor. Die 11,1 km lange Wanderung auf den Gipfel der Hochplatte bietet unvergessliche Natureindrücke, einen grandiosen Gipfelblick und nach dem Abstieg noch diverse kulinarische Köstlichkeiten in der urigen Kenzenhütte, in der sich bereits Märchenkönig Ludwig II. im 19. Jahrhundert gerne und oft aufhielt. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzungen für diese Tour, da es einige wenige, mit Stahlseilen gesicherte Passagen zu überwinden gibt. Man sollte Wanderschuhe anziehen, die den Knöchel umschließen und eine gute Profilsohle haben. Wanderstöcke sind darüber hinaus auch empfehlenswert, da sie für zusätzlichen Halt und Sicherheit sorgen. Start- und Zielpunkt der Wanderung ist der Wanderparkplatz Kenzenhütte in Halblech. Um dorthin zu kommen, fährt man von bzw. über Füssen auf der B17 in Richtung Schwangau und folgt kurz vor der Halblech der Wegbeschreibung „Wanderparkplatz Kenzenhütte“. Alternativ gelangt man vom Füssener Bahnhof mit der Buslinie 73 nach Halblech. Dort steigt man an der Haltestelle in der Ortsmitte aus und muss die Straße lediglich ein Stück zurücklaufen, um zum Ausgangspunkt der Tour zu kommen. Für die Gipfel-Wanderung auf die Hochplatte müssen mindestens 6 Stunden eingeplant werden. Etwas Proviant sollte man unbedingt mitnehmen, da die Einkehr in die Kenzenhütte erst nach dem Abstieg erfolgt.

Vom Wanderparkplatz Kenzenhütte geht es zunächst mit dem Wanderbus zum eigentlichen Startpunkt der Tour, dem wunderschönen Wankerfleck. Der Wanderbus fährt ab Anfang Mai an den Wochenenden und ab Ende Mai bis Ende Oktober täglich um 8.00, 9.00, 10.00, 11.00, 13.00 und 17.00 Uhr zum Wankerfleck. Zurück zum Ausgangspunkt bringt er die Wanderer von der Kenzenhütte um 10.30, 14.00, 16.00 und 17.30 Uhr. Der Wankerfleck ist ein idyllischer Talboden in einer Höhe von etwa 1140 Metern in den Ammergauer Alpen. Er ist nur über Forstwege, die für normale Kraftfahrzeuge gesperrt sind, erreichbar und fasziniert mit weitläufigen Almwiesen, die von dichtem Wald umgeben sind. Dahinter erheben sich die prächtigen Berge der Ammergauer Alpen. Für viele gilt der Wankerfleck als einer der schönsten Orte in den Voralpen. An seinem Ostrand steht eine kleine Kapelle, die zu Ehren verunglückter Bergsteiger errichtet wurde. Ein Stück weit unterhalb der Almwiesen liegt der Bockstallsee, der an warmen Sommertagen eine willkommene Abkühlung ermöglicht. Der Weg zum Hochplattengipfel führt direkt unter den teilweise senkrechten Felswänden des 1884 Meter hohen Geiselsteins vorbei. Der Geiselstein ist ein beliebtes Kletterrevier und wird auch Allgäuer Matterhorn genannt. Die ausgeschilderte Route führt die Wanderer in der Folge in das abgelegene Gumpenkar, einem landschaftlichen Kleinod, in dem sich zahlreiche Gämse aufhalten. Die niedlichen Bergziegen sind an vorbeikommende Wanderer gewöhnt und lassen sich aus nächster Nähe betrachten. Der Steig verläuft weiter zum sogenannten „Fensterl“, einem kleinen Felsentor, das man durchschreitet, um zum stellenweise seilgesicherten Gratweg zu gelangen, der zum Hochplattengipfel führt. Auf diesem Wegabschnitt benötigt man Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Nach Überwindung der steileren Passagen ist der Rest des Aufstiegs pures Genusswandern inmitten einer herrlichen Landschaft. Die Ausblicke vom Gipfel der Hochplatte über das Voralpenland sind überwältigend schön und die frische reine Höhenluft ist eine Wohltat für die Sinne. Nachdem man den Gipfelblick hinlänglich genossen hat, folgt der Abstieg.
Dieser führt am Gamsangerl vorbei, über eine mit Bergkiefern bewachsene Hochfläche hinunter zum Kenzenhaus, das auf 1300 Höhenmetern in den Ammergauer Alpen steht. Hier kann man nach der Wanderung gemütlich verweilen und sich mit einer herzhaften Brotzeit oder einem hausgemachten leckeren Hüttengericht stärken. Die Kenzenhütte hat ab 1. Mai geöffnet und ist ein beliebtes Ausflugsziel von Naturliebhabern, Erholungssuchenden und Wanderern. Im 19. Jahrhundert war auch Märchenkönig Ludwig II. hier während des Sommers oft zu Gast. Die Gegend um die Hütte war ein beliebtes Jagdrevier der Wittelsbacher, denen auch Ludwig angehörte. Zwar war der Märchenkönig selbst kein Jäger, er schätzte die gemütliche Atmosphäre und Gastlichkeit sowie die traumhafte Lage der Kenzenhütte aber sehr. Nach der Einkehr hier bringt einen der Wanderbus zurück zum Parkplatz.

Die Gipfel-Wanderung auf die Hochplatte begeistert mit grandiosen Landschaftseindrücken und einem unvergesslichen Gipfelblick. Hier wandert man durch eines der schönsten Gebiete in den Voralpen und ist am Ende sogar noch auf königlichen Spuren unterwegs. Diese Wandertour sorgt garantiert für tolle Erlebnisse, an die man sich noch lange mit Freude zurückerinnern wird. 

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