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Kalvarienberg Runde

Kalvarienberg Runde
Kalvarienberg Runde

Eine sehr schöne Wandertour in Füssen ist die Kalvarienberg Runde, bei der man den Spuren des beliebten bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. folgt und auf den Füssener Kalvarienberg gelangt, der einer der attraktivsten Aussichtspunkte der Region ist. Auf dem Rückweg kommt man am Walderlebniszentrum Ziegelwies und am Lechfall vorbei.

Der Kalvarienberg in Füssen ist ein Kreuzweg, der sich auf einem Hügel gegenüber der malerischen Altstadt befindet. Er entstand im 19. Jahrhundert auf Initiative des damaligen Füssener Pfarrers Johann Baptist Graf und vereint auf ganz besondere Weise Naturgenuss mit Religion und Kunst. Der bayerische Märchenkönig Ludwig II. war früher oft auf dem Stationsweg den Berg hinauf unterwegs – letztmalig am Karfreitag in seinem Todesjahr 1886. Start- und Zielpunkt der Kalvarienberg Runde ist die Tourist Information in Füssen. Von hier aus geht man zunächst in die Reichenstraße, am Stadtbrunnen vorbei und die Lechhalde hinunter. Über die Theresienbrücke gelangt man zur Frau-am-Berg-Kirche, wo der Aufstieg auf den Kalvarienberg beginnt. Am Wegesrand erwarten einen insgesamt vierzehn kunstvolle Stationskapellen, auf deren Altarbildern der Leidensweg Christi dokumentiert ist. Viele Künstler, die im 18. Jahrhundert auch an der Renovierung und Neugestaltung von Schloss Hohenschwangau beteiligt waren, arbeiteten bei der Gestaltung dieser Kapellen mit. Besonders sehenswert ist die zwischen 1840 und 1842 entstandene Marienkapelle auf halber Höhe des Kalvarienbergs, die eine überlebensgroße Marienstatue enthält. Aber auch für die Besichtigung der anderen kleinen Kapellen sollte man sich Zeit nehmen. Auf dem Dach der Gipfelkapelle gibt es eine erst kürzlich sanierte Aussichtsplattform mit Ruhebänken, von der aus man einen wunderschönen Ausblick über die malerische Füssener Altstadt, die Traumschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau sowie das weite idyllische Voralpenland genießen kann.

Nach dem Abstieg vom Füssener Kalvarienberg geht es weiter zum schönen Schwansee, der vom Schwanseepark mit seinen artenreichen Blumenwiesen umgeben ist. Einst gehörten der See und der Park, der im Stil eines typischen englischen Landschaftsgartens gestaltet wurde, zum königlichen Schlosspark Hohenschwangau. Heute ist die Gegend hier Teil des Landschaftsschutzgebiets „Alpsee, Schwansee und Faulenbacher Tal“. Naturliebhaber und Erholungssuchende werden die Postkartenidylle dieser Landschaft lieben. An heißen Sommertagen lädt der Schwansee mit seinem sauberen Wasser zum Baden und zum Entspannen auf gemütlichen Liegewiesen an seinen Ufern ein. Vom Schwansee aus gelangt man bei der Kalvarienberg Runde über das Königssträßchen zum Walderlebniszentrum Ziegelwies (WEZ). Dieses beliebte Ausflugsziel an der deutsch-österreichischen Grenze möchte auf spielerische und unterhaltsame Art Verständnis für den Lebensraum Wald und die Natur allgemein vermitteln. Die Gäste können sich hier auf interessante Themenwege und Lehrpfade, zahlreiche Unterhaltungsattraktionen, viele Veranstaltungen für Kinder und einen großen Abenteuerspielplatz freuen. Auch die Innenräume des WEZ sind sehr interessant; in ihnen findet man spannende Ausstellungen rund um den Wald und seine Bewohner. Seit Juni 2013 gibt es im WEZ mit dem neu entstandenen Baumkronenweg ein weiteres Highlight. Auf diesem Baumwipfelpfad hat man die Möglichkeit, 20 Meter über der Erde von Baumkrone zu Baumkrone zu spazieren. Insbesondere für Familien mit Kindern ist das WEZ wirklich ein sehr schönes Ausflugsziel.

Auf der Kalvarienberg Runde spaziert man anschließend weiter zum nahegelegenen Lechfall, der mit einem imposanten Naturspektakel begeistert. Tosende Wassermassen stürzen sich hier bis zu 12 Meter in die Tiefe, bevor sie in die Lechschlucht fließen. Über diesen Wasserfall führt der König-Max-Steg, der 1895 errichtet wurde. Sehenswert ist die Büste von Maximilian II. die sich in einem Fels über der Schlucht befindet. Darunter befindet sich eine Inschrift, mit der die Stadt Füssen ihren Dank ihm gegenüber ausdrückt. Die Stadt bezieht sich damit auf den wirtschaftlichen Boom, der in der Region entstand, nachdem Maximilian II. das Schloss Hohenschwangau bauen ließ. Am Lechfall endet ürbigens der 2012 fertiggestellte Lechweg, ein reizvoller Weitwanderweg, der von der Quelle des Flusses am österreichischen Formarinsee hierher verläuft. Der Lechweg ist der erste Weitwanderweg, der von der Europäischen Wandervereinigung das Gütesiegel „Fist Quality Trail – Best of Europe“ verliehen bekam. Über den Ländeweg, von dem aus sich nochmal tolle Aussichten auf die umliegende Landschaft bieten, und das Faulenbachgäßchen, gelangt man schließlich wieder zur Lechhalde. Danach geht es auf der Reichenstraße zurück zur Tourist Information in Füssen. 

Bei der Kalvarienberg Runde gibt es eine interessante Routenvariante. Ab dem Schwansee hat man auch die Möglichkeit, über den Fischersteig am östlichen Ende des Sees und anschließend über den Alpenrosenweg zum Walderlebniszentrum Ziegelwies zu gelangen. Der Alpenrosenweg ist ein schöner Höhenweg, von dem aus sich herrliche Ausblicke auf einige Sehenswürdigkeiten sowie die Seen und Berge der Region bieten. Seinen Namen bekam er, da einst entlang seines Streckenverlaufs unzählige Alpenrosen blühten. Diese sind heute zwar weitestgehend verschwunden, dennoch ist dieser Weg auf jeden Fall empfehlenswert.

Die Kalvarienberg Runde ist eine wirklich attraktive Wandertour, bei der man sich auf unvergessliche Ausblicke, schöne Naturimpressionen und einige sehr interessante Sightseeing-Highlights freuen kann.

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