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Mittelalter im Königswinkel

Mittelalter
Mittelalter

Rund um Füssen im Allgäu erwacht die Faszination für das Mittelalter, die Ritter und alte Burgruinen zum Leben. Die Gegend um die Stadt am Lech ist voller spannender Geschichten von mittelalterlichen Burgen und Rittern, denn der Fürststift Kempten und der Hochstift Augsburg nutzten früher zahlreiche Burgen auf dem Land als Dienststellen.

In und um Füssen ist das Mittelalter allgegenwärtig. Zahlreiche Bauwerke hier zeugen von dieser spannenden Zeit und geben interessante Einblicke in das mittelalterliche Leben. Das Wahrzeichen Füssens, das Hohe Schloss, thront auf einem Hügel über der romantischen Altstadt und ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Bayerns. Es diente früher den Fürstbischöfen von Augsburg als Sommerresidenz. Seine ursprüngliche, spätgotische Baugestalt hat sich das Schloss bis heute bewahrt. Sehenswert sind hier unter anderem der Torturm und der mächtige Bergfried, der Wehrturm der Anlage. Die Fassaden des Schlosses werden von ungewöhnlich reichen und kunstvollen Architektur- und Illusionsmalereien geschmückt. Das Hohe Schloss beherbergt heute eine Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und die Städtische Galerie. Bemerkenswerte Innenräume sind unter anderem zwei „Franzosenzimmer“ mit spätgotischen Holzdecken im nördlichen Verbindungsflügel sowie der imposante Rittersaal mit seiner farbenprächtigen Schnitzdecke.

Auf einem Hügel über dem Füssener Ortsteil Hopfen am See befindet sich die Ruine der Burg Hopfen. Sie ist die älteste Steinburg des Allgäus und damit von ganz besonderer Bedeutung. Wann genau die Burg errichtet wurde, ist unklar. Überliefert ist, dass sie Ende des 12. Jahrhunderts von einem welfischen Dienstmannengeschlecht bewohnt wurde, bevor sie in den Besitz des Hochstifts Augsburg gelangte und bis zum Jahr 1322 als Sitz des Propstamtes Füssen diente. Danach geriet die Burg in Vergessenheit und verfiel zu einer Ruine. Ab dem Jahre 1701 verwendete man die Burgreste zum Umbau des Benedektinerklosters St. Mang in Füssen. Im Jahre 1999 begann die Stadt Füssen die Burgruine zu sanieren. Heute sind noch bis zu 3 Meter hohe Mauerreste erhalten und die ursrpüngliche Gliederung der Burganlage ist wieder deutlich erkennbar. Die Burg Hopfen ist auch aufgrund der traumhaften Aussicht, die man von ihr aus auf die Tannheimer Berge und die Ammergauer Alpen genießen kann, ein beliebtes Ausflugsziel.

Etwa vier Kilometer nördlich von Pfronten bildet die Burg Eisenberg zusammen mit der Burg Hohenfreyberg eine bereits von weitem sichtbare Burgengruppe. Die Burg Eisenberg ist eine Mantelmauerburg mit einer Ringmauer drumherum, während es sich bei der Burg Hohenfreyberg um eine typische hochmittelalterliche Höhenburg handelt, die außerdem eine der letzten Burgen mittelalterlicher Prägung ist, die neu gebaut wurden. Beide Burgen wurden am Ende des Dreißigjährigen Kriegs von der Tiroler Landesregierung aufgegeben und in Brand gesetzt. Heute sind die Burgruinen saniert und beliebte Ausflugsziele. Unweit dieser Burgengruppe befindet sich die höchstgelegene Burgruine Deutschlands, die Burg Falkenstein. Sie liegt auf dem gleichnamigen Berg bei Pfronten, in einer Höhe von 1268 Metern. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Lage war sie im Mittelalter ein bedeutsames Macht- und Herrschaftssysmbol. Sie wechselte häufig den Besitzer und erlitt während des Dreißigjährigen Krieges dasselbe Schicksal, wie die Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg. Die traumhafte Lage der Burg beeindruckte auch König Ludwig II., der sie 1883 aufkaufte und an ihrer Stelle ein Schloss im Stil Neuschwansteins errichten wollte. Da er drei Jahre später starb, wurde dieses Vorhaben allerdings nie realisiert.

In Reutte befindet sich das Burgenensemble Ehrenberg, das früher als uneinnehmbar galt und die wichtigste Zollstation zwischen der nördlichen und südlichen Handelsroute war. Heute bildet die Burg Ehrenberg, zusammen mit der barocken Festung Schlosskopf, der Ehrenberger Klause und dem Fort Claudia eines der wichtigsten Festungsensembles in Mitteleuropa. Unweit der Burg befindet sich das Europäische Burgenmuseum, das Erwachsene und Kinder in die Welt der Ritter und Burgfräulein entführt. Jedes Jahr findet bei der Burg Ehrenberg ein mehrtägiges Mittelalter-Spektakel der Superlative statt. Wenn es heißt „Ritterspiele Ehrenberg – Die Zeitreise“ kommen viele tausend Menschen nach Reutte und erleben hier spannende Ritterturniere, Gladiatorenspiele, einen riesigen Mittelaltermarkt, prächtige Umzüge, Feuerwerke und Konzerte. Erwachsenen und Kindern werden hier ein tolles Unterhaltungsprogramm und unvergessliche Eindrücke geboten.

Auch das romantische Wohnschloss Hohenschwangau, das der königlichen Familie von Maximilian II. einst als Domizil diente, war ursprünglich eine Burg. Als „Burg Schwanstein“ war Schloss Hohenschwangau im 12. Jahrhundert der Sitz der Edlen von Schwangau. Im Jahre 1833 erwarb Maximilian II. die, inzwischen zur Ruine verkommene, Burg und ließ aus ihr ein Schloss im Stil der Neugotik erbauen. Direkt gegenüber von Schloss Hohenschwangau steht das weltbekannte Schloss Neuschwanstein, das König Ludwig II. als Ideal einer mittelalterlichen Burg errichten ließ. Das prächtige Bauwerk, das innen drin mit opulent ausgestatteten Sälen beeindruckt, zieht jährlich weit mehr als eine Millionen Menschen aus aller Welt in seinen Bann und ist die vielleicht bedeutsamste Sehenswürdigkeit Deutschlands.

Wer das Mittelalter, die Ritter und die alten Burgen mag, der kann in und um Füssen viel erleben und entdecken. Hier erwarten einen jede Menge spannende Eindrücke und Geschichten aus der Zeit des Mittelalters.

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