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Schlagstein

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Schlagstein

Die Gipfel-Wanderung auf den 1680 Meter hohen Schlagstein führt durch die herrliche Berglandschaft im Naturschutzgebiet Ammergebirge. Die 8,5 km lange Tour startet am Berggasthaus Bleckenau, der ehemaligen Jagdhütte von Märchenkönig Ludwig II., und kommt ohne anstrengende Kraxeleien aus, sodass sie sich auch gut für Familien mit älteren Kindern eignet.

Die Gipfel-Wanderung auf den Schlagstein begeistert mit wunderschönen Landschaftsimpressionen und einem tollen Gipfelblick. Der Schlagstein liegt in einem einsamen Winkel der Ammergauer Alpen und hat sich zu einer Art Geheimtipp unter Bergwanderern entwickelt. Start- und Zielpunkt der Wandertour ist das Berggasthaus Bleckenau, das im 19. Jahrhundert von König Maximilian II. als „Schweizerhaus“ für seine Frau, Königin Marie, gebaut wurde. Später diente die Bleckenau Märchenkönig Ludwig II. als Jagdhütte und heute ist sie eine bewirtschaftete Berghütte, die gerne als Ausgangspunkt für zahlreiche Wandertouren genutzt wird. Für die 8,5 km lange Gipfel-Wanderung auf den Schlagstein sollte man Wanderschuhe mit guter Profilsohle, die den Knöchel umschließen, anziehen. Wanderstöcke sind zur Unterstützung und für zusätzliche Sicherheit ebenfalls zu empfehlen. Da es auf der Tour nur wenige etwas steilere Passagen zu überwinden gibt, eignet sie sich im Prinzip für jedermann mit einer ordentlichen Kondition. Um zur Bleckenau zu kommen, fährt man zunächst von Füssen aus über die B17 nach Schwangau und folgt dort der Beschilderung in Richtung „Hohenschwangau / Königsschlösser“. Bei der Tourist Information Hohenschwangau stehen gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Mann kann auch vom Füssener Bahn- und Busbahnhof mit den Buslinien 73 und 78 nach Hohenschwangau gelangen. Gegenüber der Tourist Information befindet sich die Bushaltestelle, von der aus in der Wandersaison mehrmals täglich ein Hüttenbus zur Bleckenau fährt. Abfahrtszeiten sind zum Beispiel um 9.00, 11.00 und 13.00 Uhr. Die genauen Termine erfahren Sie bei der Tourist Information in Hohenschwangau. Zurück von der Bleckenau kommt man natürlich auch mit dem Bus; die letzte Fahrt findet abends um 17.30 Uhr statt. Für die Wanderung sollte man mindestens dreieinhalb Stunden einplanen. Unterwegs bietet sich die Möglichkeit, bei einer urigen Hütte eine Brotzeit zu bekommen. 

Der Startpunkt der Wandertour ist das Berggasthaus Bleckenau, auf dessen gemütlicher Sonnenterrasse man später noch schön verweilen und kühle Getränke sowie warme Hüttengerichte genießen kann. Zunächst wandert man auf einer breiten Forststraße, an der Pöllat entlang, in Richtung Fritz Putz Hütte. Schilder am Wegesrand sorgen dafür, dass man sich bei dieser Tour kaum verlaufen kann. Man ist hier inmitten einer stillen, etwas abgeschiedenen und traumhaft schönen Berglandschaft unterwegs und kann sich an einer wohltuend reinen Luft und herrlichen Ausblicken auf die umliegenden Gipfel erfreuen. Nach rund 2 Kilometern biegt rechts ein kleiner Steig ab, der einen zu einer Schlucht führt, über die eine kleine Brücke führt. Über der Schlucht quert man dann einen Hang, um das freie Almgelände der unbewirtschafteten Altenberghütte zu erreichen. An der Stelle, wo der Weg von dieser Hütte in das Pöllattal einmündet, empfiehlt sich ein kleiner Abstecher zur urigen Jägerhütte. Diese dient während des Alpsommers dem Almwirt als Unterkunft, der hier für hungrige Wanderer eine einfache Brotzeit und frische Allgäuer Milch anbietet. Anschließend wandert man auf einem leicht ansteigenden Weg durch ein kleines, lichtes Wäldchen zum Schlagsteinsattel hinauf, der sich auf rund 1600 Höhenmetern befindet. Von hier aus sind es nur noch etwa 15 Minuten bis zum Gipfel des Schlagsteins. Auf den letzten Metern wandert man zwischen großen Fichten und mächtigen Felsblöcken hindurch bis zum Gipfelkreuz. Der letzte Abschnitt erfordert hier und da etwas Trittsicherheit, lässt sich aber relativ problemlos bewältigen. Vom Gipfel des Schlagsteins bietet sich den Wanderern dann ein sehr schöner Blick über die umliegende Landschaft mit ihren Tälern und Bergen. Sehr gut kann man von hier aus den benachbarten 2047 Meter hohen Säuling sehen, dessen Form an eine Pyramide erinnert. Nachdem man die Aussicht hinlänglich genossen und vielleicht noch einige Fotos zur Erinnerung geschossen hat, erfolgt der Abstieg. 

Dabei wandert man zunächst zum Schlagsteinsattel zurück und biegt dann rechts auf einen Steig ab, der hinunter durch den Bächwald bis kurz vor die Bächhütte führt. Hier geht es weiter nach Norden bis zu einem moorigen Landschaftsabschnitt, über den Holzstege führen, bis zu einer Forststraße. Auf dieser marschiert man sanft bergab zurück ins Pöllattal und dann wieder zur Bleckenau. Nun kann man sich auf der Sonnenterrasse mit Blick auf die Bergwelt von einer schmackhaften Brotzeit oder einem leckeren warmen Hüttengericht verwöhnen lassen und sich ein kühles Bier zur Erfrischung gönnen, bevor es mit dem Bus zurück nach Hohenschwangau geht. 

Die Gipfel-Wanderung auf den Schlagstein ist eine moderate Bergtour, die schöne Landschaftsimpressionen und einen tollen Gipfelblick bietet. Hier lernt man die reizvolle Natur des Ammergebirges näher kennen und kann ohne große Anstrengungen den Allgäu-Urlaub mit einer Gipfelbesteigung krönen. 

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