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Ein tolles Ausflugsziel: Die Wallfahrtskirche Maria Hilf

Mariahilf
Mariahilf

Mit der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Speiden befindet sich in der Nähe von Füssen ein überaus kunstvoll ausgestattetes Gotteshaus, das jederzeit einen Ausflug wert ist. Abrunden lässt sich eine Besichtigung dieser geschichtsträchtigen Kirche mit einer wunderschönen Wanderung durch die malerische Voralpenlandschaft hier und einer Einkehr im Mariahilfer Sudhaus, das seine Gäste mit leckeren Allgäuer Gerichten verwöhnt. 

Die Wallfahrtskirche Maria Hilf steht mitten in der herrlichen Allgäuer Voralpenlandschaft in Speiden, einem Ortsteil der Gemeinde Eisenberg. Die Geschichte des schmucken Sakralbaus geht bis zum Dreißigjährigen Krieg zurück, während dem ein Bauer aus der Region seine Tochter betend am Grab dreier Soldaten des Schlickschen Regiments vorfand, die der Pest zum Oper gefallen waren. Die Tochter erzählte ihrem Vater, dass die drei Männer ihr während seiner längeren Abwesenheit das Leben gerettet hatten, woraufhin dieser ihnen zu Ehren eine Gnadenkapelle bauen ließ. Diese stattete er mit einem Bildstock der Muttergottes aus, das diese als Helferin in der Not zeigt. Wie das Zeller Mirakelbuch dokumentiert, kam es bereits während der Bauphase zu den ersten Wundern. So konnte eine gehbehinderte Frau, die hier zu der Muttergottes betete, plötzlich wieder problemlos laufen. Schnell folgten weitere Wunder und die Gnadenkapelle wurde zu einem beliebten Wallfahrtsort. Da die Kapelle jedoch dem Ansturm nicht gewachsen war, wurde von den vielen Opfergeldern, welche die Wallfahrer hinterließen, wenig später die Kirche Maria Hilf gebaut. Die Einweihung erfolgte im Jahre 1678 durch den Augsburger Fürstbischof und die Wallfahrt hierher setzte sich in den folgenden Jahrhunderten weiter fort. 

Nicht nur Kirchenliebhaber dürften von der höchst kunstvollen Ausstattung der Kirche Maria Hilf beeindruckt sein. Das Ausstattungshighlight des Gotteshauses ist sicherlich der wunderschöne Hauptaltar mit seinen Heiligenfiguren, der von dem Bildhauer Peter Heel geschaffen wurde und als Prunkstück des Rokoko gilt. Aber auch das von qualitätsvollem Stuck umrahmte Deckengemälde, welches die himmlische Gnade zeigt, die die Menschheit durch die Gottesmutter erfährt, sowie die marmorne Kanzel und die vielen Bilder mit religiösen Motiven sind überaus sehenswert. Neben der hochklassigen Ausstattung bietet die Kirche auch ein stilles Ambiente, das dazu einlädt, die Gedanken schweifen zu lassen und in sich zu gehen. 

Nach einer Kirchenbesichtigung bietet es sich an, die traumhafte Allgäuer Voralpenlandschaft ringsum ein bisschen auszukosten. Wunderbar kann man dies auf einer etwa 5 Kilometer langen Rundwanderung mit der Kirche als Start- und Zielpunkt. Tolle Ausblicke über weitläufige Almwiesen auf die Allgäuer Berge und Sehenswürdigkeiten wie Schloss Neuschwanstein und die Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg machen diese Wanderung zu einem vollen Genuss. Folgen Sie bei der Kirche einfach der Wanderwegbeschilderung nach Zell und biegen Sie kurz vor dem Örtchen nach Holz ab. Während die Aussicht auf die Ostallgäuer Berge die Augen erfreut, wandern Sie auf einer asphaltierten Nebenstraße nach Unterdolden und schließlich zurück nach Speiden. 

Zum Abschluss des Ausflugs ist eine Einkehr in das gemütliche Mariahilfer Sudhaus lohnenswert. Hier werden Allgäu-Urlauber in der heimeligen Stube mit selbst gebrauten Biersorten, bayerischen Brotzeiten und Allgäuer Spezialitäten wie Leberkäs mit Kartoffelsalat verwöhnt. Lassen Sie es sich im Mariahilfer Sudhaus, das täglich außer montags und dienstags geöffnet hat, so richtig gutgehen, bevor Sie mit abwechslungsreichen Urlaubseindrücken im Gepäck in Ihr Urlaubsdomizil nach Füssen zurückkehren.

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